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Teststand für das Solenetz in Betrieb (August 2017)

Dipl.-Ing. Reiner Buchholz im Teststand für die sorptive Trocknung an der TU Berlin

Im Sommer 2017 wurde ein Teststand für die sorptive Trocknung am Beispiel der Wäschetrocknung in Betrieb genommen. Erste Ergebnisse zeigen hohe Energieeinsparpotenziale, insbesondere bei einer Aufteilung des Trockenprozesses in zwei Phasen: eine erste, ausschließlich sorptive Trocknung im geschlossenen Kreislauf und eine zweite, heizungsunterstützte Trockenphase mit teilweiser Zuführung von Frischluft. Zurzeit wird der Prozess detaillierter untersucht, um die Effizienz weiter zu erhöhen und das Verfahren zu optimieren.

Installation der Mess- und Zählerinfrastruktur weitestgehend abgeschlossen (Juli 2017)

Kältezentrale mit Klappen zur Steuerung der Kälteanlagen

Um den Betrieb des Kältesystems zu beurteilen und ein entsprechend intelligent vernetztes Energiesystem aufzubauen, ist es notwendig, dass alle relevanten Messdaten zu den Energieströmen vorhanden sind. Dafür wurde eine Messkonzept entwickelt, das den Anforderungen an das Energiemanagementsystem gerecht wird. Die zur Umsetzung notwendige Infrastruktur sowie das Kommunikationssystem wurden schrittweise implementiert. Die Installation der entsprechenden Sensorik (Strom- und Kältemengenzähler) und Aktorik (Pumpen und Klappen) wurde im Sommer 2017 abgeschlossen. Dies bildet die Grundlage für die intelligente Regelung des vernetzten Kältesystems im Rahmen eines Smart Grid.

Demonstrationspavillon für das Solenetz im Aufbau (Mai 2017)

Aufbau des Demonstrationspavillons auf dem Campus Adlershof

Ein Demonstrationspavillon, der aus einem zu klimatisierenden Raum und einem angeschlossenen Fassadengewächshaus besteht, befindet sich derzeit im Aufbau. Hier können unterschiedliche Möglichkeiten der Gebäudeklimatisierung mit flüssigen Salzlösungen gezeigt werden.
Im Bereich der Gebäudeheizung steht die sorptive Unterstützung von Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittelpunkt, mit deren Hilfe zusätzliche latente Energiepotenziale aus feuchter Luft erschlossen werden können. Neben der Außenluft können auch Abluft- und Umluftströme sowie Luftanteile aus speziellen Feuchtluft-Solarkollektoren (Fassaden-Gewächshaus) als regenerative Energiequellen erschlossen werden. Die sorptive Trocknung der Zuluft ermöglicht eine wesentlich energieeffizientere Klimatisierung.

Durch die Möglichkeit der Feuchteregulierung und durch die Luftreinigung im direkten Kontakt zwischen Salzlösung und Luft entstehen zudem interessante Ansätze zur Erzielung einer hochwertigen Raumluftqualität auch bei geringeren Luftwechselraten. Hierdurch entstehen zusätzliche Energieeinsparmöglichkeiten, da in gut gedämmten Gebäuden vorwiegend nur noch lüftungsbedingter Heizbedarf besteht. Die Regeneration der Salzlösung erfolgt in Nachbarschaft des Pavillons auf Basis von Maschinenabwärme einer Kälteanlage.

Inbetriebnahme des Eisspeichers und der neuen Kältezentrale (März 2017)

Neue Kältenzentrale an Standort 1 am Zentrum für Photonik und Optik (ZPO)

Um den Eisspeicher in das Kältenetz einbinden zu können, wurde die Kälteversorgung am Standort 1 grundlegend umgebaut und mit neuer Mess- und Regelungstechnik ausgestattet. Im Zuge dessen wurde die Kältezentrale in andere Räumlichkeiten verlegt und hydraulisch ertüchtigt. Die neue Kältezentrale ermöglicht es nun, den Eisspeicher zu beladen und gleichzeitig Kälte in das Netz einzuspeisen. Darüber hinaus können die Kälteanlagen nunmehr in verschiedenen Betriebsweisen gefahren werden, was eine bedarfsorientierte und energieeffiziente Energieversorgung ermöglicht. Im März 2017 wurde schließlich die neue Kältezentrale samt Eisspeicher erstmals vollständig in Betrieb genommen und ein dreiwöchiger Probebetrieb gestartet. Während des Probebetriebs wurde die Umschaltung auf die verschiedenen Betriebsarten getestet und Auffälligkeiten dokumentiert.

Vortrag von Prof. Dr. Kai Strunz auf dem 1. Kongress ENERGIEWENDEBAUEN (Januar 2017)

Prof. Dr.-Ing. Kai Strunz auf dem Kongress ENERGIEWENDEBAUEN

Am 30. und 31. Januar 2017 fand der erste Kongress ENERGIEWENDEBAUEN statt. Im Rahmen dieser Forschungsinitiative fasst das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderschwerpunkte im Bereich energieoptimierte Gebäude und Quartiere zusammen. Prof. Dr.-Ing. Kai Strunz vom Fachgebiet Energie-versorgungsnetze und Integration erneuerbarer Energien (SENSE) der TU Berlin präsentierte auf dem Kongress das Projekt „Energienetz Berlin Adlershof“ und erläuterte, wie durch eine Flexibilisierung der Kälteerzeugung Primärenergie-Einsparungen realisiert werden können.

Mehr Informationen sowie den Tagungsband erhalten Sie hier.

Durchführung der Erkundungsbohrungen für den Aquiferspeicher (Januar 2017)

Durchführung der Bohrungsarbeiten

Für die Erschließung des Aquifers wurden als vorbereitende Maßnahme im Januar 2017 zwei Erkundungsbohrungen abgeteuft. Diese sollten Aufschluss geben über die hydrogeologischen und hydrochemischen Gegebenheiten sowie die Ergiebigkeit des Grundwasserhorizonts. Sie wurden zum Zweck der Überwachung des Aquifers zu Grundwassermessstellen ausgebaut.

Exkursion des BMWi zum Campus Adlershof (15.11.2016)

Vertreterinnen und Vertreter des Fördermittelgebers konnten sich am 15. November 2016 ein Bild von den innovativen Umsetzungsmaßnahmen für die zukünftige Energieversorgung am Standort Adlershof machen. Die Exkursion beinhaltete nicht nur Führungen zum Thema Energie sondern auch zu den Themen „Luftfahrt“ und „geheime Orte“. Das Interesse an den Energieprojekten, bei denen neben den Arbeiten in dem Projekt „Energienetz Berlin Adlershof“ auch die Power-to-Heat- Anlage der BTB sowie das Projekt „Wohnen am Campus“ vorgestellt wurde, war sehr groß.
Dem verregneten Wetter trotzend ließen sich die TeilnehmerInnen von Projektleiterin Anja Hanßke die Arbeiten zur energetischen Optimierung des Kältenetzes sowie die Funktionsweise des Eisspeichers und des Aquifers am Zentrum für Photonik und Optik erläutern. Darüber hinaus erhielten die Experten des BMWi einen Einblick in die Funktionsweise des Niedertemperaturwärmenetzes und den Wärmespeicher der BTB und konnten die LED-Beleuchtungsanlagen auf dem Campus Adlershof besichtigen. Die positive Resonanz der Teilnehmenden Expertinnen und Experten machte deutlich, dass sich Adlershof mit seinen Energieprojekten auf einen zukunftsweisenden Weg gemacht hat.

Dialogveranstaltung zur Smart Grid Allianz Adlershof (9.11.2016)

Intelligent vernetzt für die Energieversorgung der Zukunft

Am 09.11.2016 waren interessierte Akteure zu einer Informations- und Dialogveranstaltung Dialogveranstaltung in Rahmen der „Smart Grid Allianz Adlershof“ eingeladen. Gemeinsam mit Projektbeteiligten und Vertretern von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Adlershof wurden die Potenziale und Herausforderungen für die Schaffung eines vernetzten Energiesystems am Standort Adlershof diskutiert. Durch die von der TU Berlin organisierte Veranstaltung führte Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer (ZTG) als Moderatorin.

Friederike Rohde (TU Berlin, ZTG) gab zunächst eine allgemeine Einführung in das Projekt und stellte die Ziele der „Smart Grid Allianz“ vor. Während Stefan Bschorer (TU Berlin, SENSE) auf konkrete Anwendungsbeispiele und Konzepte zur Flexibilisierung des Energieverbrauches in gewerblichen Gebäuden einging, erläuterte Jörn Guder von der Siemens AG noch einmal die aktuellen Veränderungen auf dem Energiemarkt um die zukünftigen Einsatzfelder von Energiemanagementsystemen zu veranschaulichen. Caspar von Ziegner von der in Adlershof ansässigen Alliander AG ging auf die Herausforderungen der zukünftigen bidirektionalen, hochvolatilen Stromnetzarchitektur ein und stellte mit der Pilotentwicklung „Energy Exchange Enabler“ eine Lösung vor, die es dem Benutzer ermöglicht seine Flexibilität, zum Beispiel die einer Wärmepumpe, eines Speichers oder anderer dezentraler, regenerativer Erzeugungsanlagen, direkt an der Energiebörse zu handeln.

Dialogveranstaltung „Smart Grid Allianz Adlershof“

An vier Thementischen wurde anschließend zu den Themen Lastmanagement, flexible Tarife, Eigenverbrauchsoptimierung und kooperative Nutzung von Energiestrukturen diskutiert. Insgesamt kamen die Teilnehmenden zu dem Schluss, dass es grundsätzlich ein hohes Potenzial zur Vernetzung und zur kooperativen Nutzung von Energiestrukturen gibt. Hierfür können die Arbeiten im Rahmen des Projektes „Energienetz Berlin Adlershof“ wichtige Impulse geben.

Japanische Delegation besichtigt Smart Grid Projekt in Adlershof (02.11.2016)

Auf Initiative des Japanisch- Deutschen Zentrums Berlin (JDZB), des BMWi und ECOS Consult war Anfang November 2016 eine Japanische Delegation der New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO), die Teil des japanischen Wirtschaftsministeriums METI ist, zu Gast in Adlershof.  Die TeilnehmerInnen und Teilnehmer informierten sich insbesondere über die verschiedenen innovativen Energieprojekte im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof und konnten an einer Tour durch den Campus teilnehmen. Im Zentrum des Interesses standen unter dem Themenschwerpunkt Smart Grid und Demand Side Management vor allem innovative Speichermöglichkeiten. Cornelia Petermann (Siemens AG) und Olaf Koeppen (TU Berlin) stellten die Arbeiten zur Smart Grid Allianz und intelligenten Vernetzung am Zentrum für Photonik und Optik vor und erläuterten die Funktionsweise und Einbindung des Eisspeichers. Darüber hinaus wurde die Power-to-Heat Anlage sowie das Wärmenetz der BTB vorgestellt und den japanischen Besucherinnen und Besuchern verschiedene innovative Speicherkonzepte, wie beispielsweise ein geplanter Wasserstoffspeicher näher gebracht.

Arbeiten zur hydraulischen Ertüchtigung des Kältenetzes begonnen (Oktober 2016)

Im Oktober 2016 wurde damit begonnen das Kältenetz am Zentrum für Photonik und Optik hydraulisch zu ertüchtigen und energetisch zu optimieren. Im Rahmen dieser Arbeiten erfolgt die Anbindung eines weiteren Erzeugerstandortes sowie die wasserseitige Anbindung eines weiteren Gebäudes  an das Kältenetz. Unter Federführung des Fachgebietes Maschinen- und Energieanlagentechnik (ETA) der TU Berlin wird zusammen mit den Gebäudebetreibern eine Regelungsstrategie für den Betrieb der Kälteerzeuger entwickelt und umgesetzt, die es erlaubt, die Kältemaschinen energetisch möglichst effizient zu betreiben.

Arbeiten zur Einbindung des Eisspeichers in das Kältenetz begonnen (Juli 2016)

Blick in einen der zwölf Behälter des Eisspeichers am ZPO nach der Reinigung

Nachdem Ende 2015 der Eisspeicher gelehrt, der Inhalt fachgerecht entsorgt und die Behälter gereinigt wurden, konnte im Juli 2016 mit den baulichen Arbeiten für das flexible und adaptive Kälteversorgungssystem am ZPO begonnen werden. Die Planungsleistungen zur Einbindung des Kältespeichers in das Kältenetz  wurden an ein Ingenieurbüro vergeben. Für die Anbindung des Eisspeichers wurde in Abstimmung zwischen dem Anlagenbetreiber Adlershof Facility Management (AFM), der TU Berlin und dem Planungsbüro ein Betriebsmodell entwickelt, das einen möglichst flexiblen Betrieb des Speichers in Verbindung mit den Kälteerzeugern ermöglicht.

Eisspeicher am Zentrum für Photonik und Optik (ZPO)

Die baulichen Arbeiten umfassen unter anderem Instandsetzungsarbeiten im Bereich der Speicherkartuschen und der Anschlussleitungen sowie Rückbau und Neuinstallation der Kälteverteiler mit erweiterter Funktionalität.

Projektpräsentation in der Brain Box auf der Metropolitan Solutions Messe und der Langen Nacht der Wissenschaften (04.06.2016)

Brain Box auf der Metropolitan Solutions Messe 2016 (© TU Berlin, CHORA)

Das Projekt wurde sowohl 2015 als auch 2016 auf der Metropolitan Solutions Messe sowie auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2015 im Rahmen der „Brain Box“ vorgestellt. Die CHORA-BrainBox bringt Projekte unterschiedlicher Fachgebiete an der TU Berlin zusammen, die sich mit Aspekten der Smart City beschäftigen. Inhaltliche Schwerpunkte sind Geschichten zu den Themen Wasser, E-Mobilität, Energie und die Berliner Zukunftsorte.  Mit dem Ziel der energiemedien-übergreifenden intelligenten Vernetzung ist das Projekt „Energienetz Berlin Adlershof“ ein anschauliches Beispiel wie im Bereich Energie die Entwicklung Berlins zu einer Smart City vorangetrieben wird. Insbesondere der innovative Ansatz des Projekts, der auf die Vernetzung der Energieströme Kälte, Strom und Wärme abzielt und sowohl Speichertechnologien als auch erneuerbare Energien für die Bereitstellung von Kälte umfasst, zog die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.

Projektvorstellung auf der Laborrundekonferenz in Berlin Buch (22.04.2016)

Die jährlich stattfindende Laborrundekonferenz soll zum Erfahrungsaustausch über Praxiserfahrungen beim Planen, Bauen und Betreiben von Laborgebäuden beitragen. Bei der 12. Laborrundekonferenz standen unter dem Thema „Leben und Forschen auf dem Campus — Behaglichkeit 8.0 — Campusentwicklung” im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin Buch standen die städtebaulichen Anforderungen an den Campus im Einklang mit der technischen Ver- und Entsorgung des Campus im Zentrum. Um alternative Energiekonzepte und auch Themen wie die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu veranschaulichen, wurden verschiedene Laborgebäude aus Deutschland und dem Ausland präsentiert.
Das Projekt „Energienetz Berlin Adlershof“ wurde gemeinsam mit der „Energiestrategie Berlin Adlershof 2020“ vorgestellt und Projektleiterin Anja Hanßke erläuterte in einem Vortrag die Arbeiten zur Vernetzung von Energieströmen am Zentrum für Photonik und Optik in Adlershof.

Chinesische Delegation zu Gast in Adlershof (14.03.2016)

Bild Chinesische Delegation zu Gast in Adlershof

Projektpräsentation vor chinesischer Delegation im Forum Adlershof

Im Rahmen der „Exportinitiative Energie“ des Bundesministeriums  für Wirtschaft und Energie wurde im April 2016 auf einer Veranstaltung im Forum Adlershof das Projekt einem interessierten chinesischem Publikum vorgestellt. Nach einer Begrüßung durch Projektleiterin Anja Hanßke stellte Olaf Koeppen vom Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik der TU Berlin die Maßnahmen zur energetische Optimierung des Kältenetzes vor. Cornelia Petermann von der Siemens AG ging anschließend auf die Errichtung des intelligenten medien-übergreifenden Energiemanagements ein und Professor Dr.-Ing. Susanne Rexroth von der Hochschule für Technik und Wirtschaft stellte die Arbeiten im Rahmen der standortübergreifenden Energieleitplanung vor. Das Projekt stieß mit seinem innovativen Ansatz auf sehr positive Resonanz bei den Besucherinnen und Besuchern.